Hochsensitiv - Hochbegabt - Synästhet ?
Hochsensitiv - Hochbegabt - Synästhet ?

Gut oder schlecht?

Ich könnte mir vorstellen, dass die Beschreibung von Hochsensitivität bei Normalsensitiven das Gefühl erweckt, „normal“ zu sein, sei nicht gut. Ich verstehe das, und mir würde es wahrscheinlich auch so gehen, wäre ich Normalsensitiv.

 

In sämtlicher Literatur werden Normalsensitive in irgend einer Form darauf aufmerksam gemacht, dass weder das eine noch das andere Persönlichkeitsmerkmal besser oder schlechter ist, sondern einfach nur vorhanden. Und dennoch hinterlässt die Wortwahl und die Formulierung möglicherweise ein – sagen wir – ungutes Gefühl.

 

Ich habe mir lange den Kopf darüber zerbrochen, wie ich das erklären könnte, ohne wertendes (oder bewertetes) Vokabular zu benutzen. Ich habe einige Ansätze, aber keiner findet in der Art mein Gefallen, als dass ich dies hier schreiben möchte. Vielleicht ist die deutsche Sprache diesbezüglich unzulänglich, vielleicht bin ich es. Sobald mir etwas einfällt, was ich treffend finde, werde ich es sicherlich hier veröffentlichen.

 

Wenn Sie meinen Text „Ein neuer Hype?“ gelesen haben, wissen Sie, dass Normalsensitive deutlich in der Überzahl sind. Allein diese Tatsache bestätigt schon, dass sie sehr wichtig sind. Bei der Beschreibung von Hochsensitivität geht es darum, nicht nur den möglicherweise hochsensitiven Menschen, sondern vor allem auch den Normalsensitiven zu zeigen, was in Hochsensitiven vor sich geht. Das sollte dem besseren Verständnis dienen.

 

Keines ist besser oder schlechter und beide sind wichtig. Gleich wichtig!

 

Niemand kann sich aussuchen, ob er als Hoch- oder Normalsensitiver geboren wird. Genauso wenig wie man sich die Haut- oder Augenfarbe aussuchen kann.

Vielleicht, nein ganz bestimmt wäre es interessant, sinnvoll und sehr schön, wenn Sie einmal ein Buch schreiben, wie Normalsensitive „ticken“. Ich meine das völlig ernst!

 

Ich persönlich fände es schön, einmal so von Normalsensitivität lesen zu können, wie ich es von Hochsensitivität gewohnt bin. Denn solange beide Seiten nicht wissen, dass es die andere überhaupt gibt, wundert man sich über andere oder verzweifelt daran, dass man nicht verstanden wird oder verstehen kann. Wenn man dann weiß, dass der andere eine völlig andere Weltsicht hat und worin sich diese konkret begründet, kann man diese Diskrepanzen sicher durch Kommunikation überwinden. Mit Kommunikation kann man das Wie erklären und teilweise auch das Warum.

Denn nicht nur Normalsensitive können Hochsensitive nicht nachempfinden, sondern auch umgekehrt. Das wird meines Erachtens auch niemals möglich sein.

Doch durch Kommunikation können wir eine Brücke schlagen. Und die ist überfällig.

 

Ein Buch ist ein gutes Kommunikationsmedium.

Nur Mut, schreiben Sie ein Buch über Normalsensitivität. Ich finde dieses Thema sehr spannend und bin sicher eine der ersten, die es liest!

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© Eliane Reichardt